Sauerteigbrot einfach selber backen – mein Basisrezept mit 4 Zutaten

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Das knusprige Sauerteigbrot ist ganz einfach selbst gemacht. Ihr braucht nur 4 Zutaten und etwas Zeit – und wer einmal damit anfängt, möchte nie mehr anderes Brot essen. Ich bereite das Sauerteigbrot oft tagsüber nebenbei zu, und abends duftet die ganze Küche nach frisch gebackenem Brot wie vom Bäcker.

Sauerteig Brot backen mit 4 Zutaten, gut verträglich Rezept Mrs Flury

Durch die natürliche Fermentation im Sauerteig wird die Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen wie Zink, Kalzium und Magnesium erhöht. Das bedeutet: Unser Körper kann die wertvollen Nährstoffe besser aufnehmen und verdauen.
Probiert mein Rezept für das Basis Sauerteigbrot unbedingt aus – das Ergebnis ist ein herrlich aromatisches, knuspriges Brot, das lange frisch bleibt.

Was ist Sauerteig?

Sauerteig ist eine Mischung aus Mehl und Wasser, die durch natürliche Milchsäurebakterien und wilde Hefen fermentiert wird. Diese Mikroorganismen sorgen dafür, dass der Teig aufgeht, leicht säuerlich schmeckt und besonders bekömmlich ist.
Schon vor Tausenden von Jahren wurde Brot auf diese Weise gebacken – ganz ohne industrielle Hefe.

👉 Wenn du noch keinen eigenen Starter hast: Hier zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Sauerteig ansetzt.

Sauerteig Brot backen mit 4 Zutaten, gut verträglich Rezept Mrs Flury

Warum Sauerteigbrot gesünder ist

Brot aus Sauerteig ist nicht nur geschmacklich intensiver, sondern auch besser verträglich. Durch die lange Gehzeit werden Gluten und Stärke teilweise abgebaut – so wird das Brot leichter verdaulich.
Außerdem bleibt es länger frisch und schimmelt nicht so schnell wie herkömmliches Hefegebäck.

Vorteile im Überblick:

  • Voller Geschmack und herrliches Aroma
  • Reich an Ballaststoffen
  • Lange Frischhaltung
  • Hoher Nährwert
  • Natürlich fermentiert und bekömmlich

Rezept Basis-Sauerteigbrot 

Sauerteig Brot backen mit 4 Zutaten, gut verträglich Rezept Mrs Flury
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Sauerteig Brot

Servings: 12 Scheiben
Calories: 170kcal
Author: Mrs Flury

Zutaten

  • 80 g aktiver Sauerteig-Ansatz *
  • 350 g Wasser
  • 500 g Weizen- oder Dinkelmehl, Typ 1050* Ruchmehl, Bauernmehl in der Schweiz
  • 10 g Salz
  • etwas Mehl für die Arbeitsfläche

Anleitungen

  • Alle Zutaten für das Brot in eine grosse Schüssel geben und den Teig von Hand oder mit einem Hochlöffel grob zusammenbringen.
  • Schüssel zudecken und für etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Nach 30 Minuten den Teig das erste Mal falten (siehe Beschreibung).
  • Teig falten: Zum Falten jeweils die Hände befeuchten, da der Teig sonst zu sehr klebt. Den Teig mit den Händen seitlich von der Mitte greifen und nach oben ziehen, wieder runterlassen. Die Schüssel um 90°C drehen und den Teig erneut hochziehen. Wieder abdecken. Jedes Mal werden mehr Gasbläschen sichtbar, der Teig wird lockerer und geschmeidiger.
  • Teig gehen lassen: Den Teig in der Schüssel zugedeckt für insgesamt 4–6 Stunden ruhen lassen. Dabei zwischendurch 3–4 Mal falten.
  • Nach 4-6 Stunden: Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und zu einem Päckchen falten. Dafür das Teigstück an den Seiten etwas auseinanderziehen und dann zur Mitte hin falten. Anschliessend den Teig zur Seite hin aufrollen und mit der Naht nach oben in ein bemehltes Gärkörbchen lesen.
  • Den Teigling im Gärkörbchen abgedeckt für 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen. Alternativ für 2 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen, falls dieser erst am Folgetag gebacken wird.
  • Den Backofen samt Gusseisentopf auf 250 °C vorheizen.
  • Den Teigling vorsichtig in den heißen Topf legen, mit einem scharfen Messer einschneiden und 20 Minuten mit Deckel backen.
  • Den Deckel abnehmen und weitere 15–20 Minuten goldbraun fertig backen.
  • Das Brot aus dem Topf heben und auf einem Gitter vollständig abkühlen lassen.

Notizen

* Sauerteigkultur: Rezept so setzt ihr Sauerteig an.
Das Brot gelingt besonders gut, wenn ihr den Starter am Vortag auffrischt.
Ihr könnt auch gleich die doppelte Menge zubereiten – ein Brot essen, das andere einfrieren.

Nährwerte

Kalorien: 170kcal | Kohlenhydrate: 31g | Protein: 6g | Fett: 1g | Natrium: 390mg | Kalium: 1mg | Ballaststoffe: 6g | Calcium: 1mg | Eisen: 2mg

So gelingt dein Sauerteigbrot garantiert

Wenn du das erste Mal mit Sauerteig arbeitest, brauchst du ein wenig Geduld – aber es lohnt sich!
Mit jedem Backversuch lernst du deinen Teig besser kennen und merkst schnell, wann er bereit für den Ofen ist. Wenn der Teig leicht aufgegangen ist und sich weich, aber elastisch anfühlt, ist der perfekte Moment zum Backen gekommen.

Achte darauf, dass dein Starter aktiv und blubbrig ist, denn nur dann geht der Teig schön auf. Außerdem ist es hilfreich, den Teig regelmäßig zu falten, weil dadurch die Struktur stabiler wird und das Brot eine besonders lockere Krume bekommt. Wenn du möchtest, kannst du den Teig auch über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. So entwickelt sich ein noch intensiveres Aroma, und das Brot bleibt länger frisch.

Wenn du dein Brot nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen lässt, bleibt die Kruste knusprig. Schneide es erst an, wenn es vollständig ausgekühlt ist – dadurch bleibt die Krume schön saftig und elastisch.

Sauerteig Brot backen mit 4 Zutaten, gut verträglich Rezept Mrs Flury

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8 Comments

  1. 5 Sterne
    liebe Doris
    Ich habe heute mein drittes Sauerteig Brot nach dem Rezept gemacht und verstehe die Routine nun gut – das Brot wird mit jedem Mal schöner, wie vom Bäcker! Danke für das Rezept und Anleitung.

    • Mrs Flury

      Das freut mich sehr zu hören. Ja mit wiederholtem Backen kommt die Routine und es funktioniert einfacher.

      liebe Grüsse
      Doris

  2. 4 Sterne
    Liebe Doris
    Ich habe eine Brotmutter geschenkt bekommen. Laut meiner Bekanten füttere ich sie 1-2 mal wöchentlich mit 30g Mehl und 30g Wasser. Ich behalte sie immer im Kühlschrank.
    Zum backen entnehme ich da 2-3 EL und mache einen Teig draus. Zuerst einen Vorteg mit Wasser und Mehl, den lasse ich 2-3 Stunden gären und dann den Brotteig kneten und über Nacht stehen lassen. Den Resten der Brotmutter stelle ich wieder zurück in den Kühlschrank.
    Meistens füttere ich sie nach dem entnehmen Das Brot wird lecker aber nicht so luftig. Meinst du das kann gar Nicht funktionieren?
    Lieber Gruss Nicole

    • Mrs Flury

      liebe Nicole
      Danke für deine liebe Nachricht. Ich füttere meinen Sauerteigansatz auch regelmässig vor dem Backen und wiege alles mit der Waage ab, statt Esslöffel, so verwende ich 80 g Sauerteigansatz mit 350 g Wasser auf 500 g Mehl für das Brot. Ich mache nicht speziell einen Vorteig sondern achte darauf, dass der Sauerteigansatzk aktiv ist.
      vielleicht probierst du es einmal mit den Mengen und Schritten von meinem Rezept auf dem Blog aus, auch wichtig ist das Mehl. Achte hier auf eine gute Bio-Qualität mit hohem Eiweissgehalt, so klappt es bei mir immer am besten.
      liebe Grüsse und gutes Gelingen
      Doris

  3. Liebe Doris
    Vielen Dank für dieses (und die vielen anderen) tolle Rezept. Ich folge dir schon länger und lasse mich immer wieder von dir inspirieren!
    Darf ich fragen, welche Grösse(n) und Form(en) du verwendest beim gusseisernen Topf?
    Herzliche Grüsse und tausend Dank für dein Engagement und deine tolle Arbeit!
    Regina

    • liebe Regina
      vielen Dan für deine liebe Nachricht und die positiven Worte, das freut mich wirklich sehr und motiviert mich für weitere Rezepte! Ich verwende einen Amazon Basics runden Schmortopf aus emailliertem Gusseisen mit 5.7 L Fassungsgrösse.
      liebe Grüsse
      Doris

  4. Hallo Doris,

    Was ist der unterschied von diesem Rezept (80g Starter) zu deinem anderen (50g Starter)?
    Ich sehe einmal kommt das Salz später rein und die Fehlzeiten etwas anders.

    • Liebe Nicole
      die von dir erwähten Mengen, Zeiten, Zugabe von Salz usw. 🙂 ich backe mein Brot wöchentlich und habe entsprechend das Rezept weiterentwickelt nach meinen Erfahrungen. Entsprechend merke ich, dass es für das Ergebnis keine Rolle spielt ob das Salz direkt am Anfang oder erst später dazugeben wird. Wenn du auch regelmässig backst, kannst du auch deine eigene Routine entwickeln, was Zutaten und Zeiten angeht – dies muss schliesslich auch in den persönlichen Alltag passen.
      liebe Grüsse und gutes Gelingen
      Doris

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