4 Kilo in 5 Tagen – Meine Erfahrungen mit einer Detox Saftkur

Das Thema Detox und Fasten ist bei meinen Freundinnen gerade ein grosses Thema und viele haben im Frühjahr eine Fastenkur oder sogenannten „Detox“ gemacht. Ich habe Fasten bisher immer abgelehnt, da ich mir nicht vorstellen konnte ganz auf feste Nahrung zu verzichten. Hingegen praktiziere ich aber schon länger das sogenannte Intervallfasten, nach welchem ich regelmässig das Frühstück auslasse und nach 16 Stunden Fasten meine erste Mahlzeit erst mittags zu mir nehme.

Warum mache ich eine Saftkur?

Ich esse für mein Leben gerne, ernähre mich sehr gesund und treibe regelmässig Sport: Warum also sollte gerade ich fasten? Ausschlagend für mein Saftfasten war meine Freundin, die ein 5 tägiges Detox Programm mit kaltgepressten Säften gemacht hat, sowie meine geliebten Jeans-Shorts, die plötzlich nicht mehr so locker sitzen wie letzten Sommer 😉

Ich wiege mich nicht regelmässig und setze auf intuitives Essen. Das heisst ich achte darauf was mein Körper verlangt und esse ohne Verbote. Ich habe auch meistens Appetit auf gesundes Essen, viel Gemüse und Früchtee, kann aber auch schwer einem Stück Kuchen und Kaffee widerstehen. Zudem entwickle ich als Blogger ständig neue Rezepte und bin oft zum Essen eingeladen.

Dem Überfluss an Nahrung habe ich nun für 5 Tage einen Riegel vorschoben und ausprobiert, wie mein Körper auf den völligen Verzicht auf festes Essen und Kaffee reagiert. Vor der Kur war es für mich wichtig, einen geeigneten Zeitpunkt dafür zu finden, den sozial ist eine Saftkur sicher nicht. So habe ich spontan 5 Tage vor den Sommerferien gefunden, an welchen ich keine sozialen Termine rund ums Essen habe und ganz spontan mit meiner Detox Saftkur begonnen.

Saftfasten mit kaltgepressten Säften

Bei den Säften gibt es verschiedene Anbieter für Saftkuren online oder in Apotheken. Ich habe meine Säfte online bestellt (Link), da gibt es unterschiedliche Anbieter. 

Im Rahmen der 5 tägigen Saftkur habe ich täglich 6 Säfte getrunken und damit 813 Kalorien (152 g Kohlenhydrate) zu mir genommen. Im Vergleich dazu esse ich an normalen Tagen je nach Aktivität zwischen 2000 und 2500 Kalorien. 

1 Tag

Ich beginne meine Saftkur an einem Samstag und bin zu Beginn der Kur motiviert. Für die insgesamt 30 Säfte habe ich mir Platz im Kühlschrank geschafft und stelle mich morgens nach langer Zeit wieder einmal auf die Waage. Verglichen mit meinem letzten Wiegen vor einem Jahr zeigt meine Waage 3 Kilo mehr an. Das steigert natürlich meinen Willen diese Saftkur durchzuziehen.

Gegen Mittag bekomme ich starke Kopfschmerzen (Kaffee-Entzug) und fühle mich zu schlapp für grössere Unternehmungen oder Sport. Abends gehe ich viel früher als sonst schlafen.

2 Tag

Am Sonntag vermisse ich morgens meinen Kaffee und meide den Familienbrunch mit Zopf, selbstgemachter Marmelade und Früchten usw. Ich habe den ganzen Tag einen gewissen „Futterneid“ gegenüber meiner Familie und fühle mich mit meinem Saftfasten als Aussenseiter. Die Säfte schmecken mir zwar, sind mir aber teilweise auch etwas zu süss, weshalb ich mir auch eine klare Gemüsesuppe zum Trinken zubereite.

Ich bin den ganzen Tag über sehr schlapp und friere, dennoch motiviere ich mich abends noch für 30 Minuten langsames Laufen. Anschliessend geht es mir besser und ich gehe wieder früh zu Bett.

3 Tag

Am Montag muss ich morgens früher aufstehen und die Kinder für den Kindergarten fertig machen. Es fällt mir sehr schwer auf eine Tasse Kaffee zu verzichten. Ich mache hingegen mir eine grosse Kanne Kräutertee, versuche am Computer zu arbeiten, kann mich aber schwer konzentrieren.

Ich motiviere mich wieder für 30 Minuten langsam Laufen, bereite ich mir später eine klare Gemüsesuppe zu. Abends findet ein Sommerfest im Kindergarten statt, ich bin frustriert, dass ich nichts vom Buffet essen darf, nippe gelangweilt an meinem Wasser und will schnell nach Hause gehen.

4 Tag

Ich bin stolz, dass ich bereits 3 Tage geschafft habe. Die Lust auf meinen Kaffee am Morgen ist immer noch da, aber ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, mir keine Gedanken mehr über mein Essen zu machen. An diesen Tag wiege ich mich morgens wieder und bin sehr überrascht, dass ich bereits 3 Kilo nach 3 Tagen Saftfasten verloren habe. Das motiviert mich, die Saftkur fertig durchzuziehen.

5 Tag

Der letzte Tag ist angebrochen! Ich freue mich, dass ich es bald geschafft habe und überlege mir schon, was ich morgen als erstes esse. Ich habe mich mittlerweile ans Fasten gewöhnt, verspüre eine gewisse Leichtigkeit ohne Essen. Den Geschmack der süssen Säfte mag ich aber nicht mehr und bereite mir auch an diesem Tag zusätzlich eine Gemüsesuppe zu.

Ich bin wieder schlapp und verzichte an diesem Tag auf Sport und sage auch meinen Freundinnen ab, welche sich abends in der Stadt treffen. Es macht mir nicht Spass nur Wasser zu trinken, während die anderen sich ein Bier und etwas zum Essen gönnen.

Fazit

Eine Saftkur zu machen ist faszinierend, ich hätte es nie gedacht, dass ich es schaffe 5 Tage zu fasten. Am Tag nach meiner Saftkur habe ich morgens wenig Hunger und stelle mich zur Kontrolle nochmals auf die Waage. Ich wiege nun 4 Kilo weniger als zu Beginn meiner Saftkur. Davon habe ich sicher viel Wasser verloren, aber ich fühle mich leichter und habe auch an diesem Tag das Bedürfnis mich gesund zu ernähren und viel Gemüse und Früchte zu essen.

Nach den Säften habe ich als erstes Lust auf ein herzhaftes Gericht und bin nach meiner ersten Mahlzeit schnell satt. Ich muss mich wieder ans Essen gewöhnen, die Leichtigkeit der Fastentage ist vorbei.

Als Fazit fühle ich mich nach 5 Tagen Fasten leichter und entschlackt durch den Verzicht auf feste Nahrung und Kaffee. Es ist für mich ein guter Start in die Sommerferien. Ich habe während die Saftkur auch etwas Gewicht verloren und werde mich nach unserem Urlaub nochmals wiegen, ob ein Teil davon nachhaltig war 😉

Der Alltag mit Essen im Überfluss hat mich nach der Kur schnell wieder eingeholt. Es gefällt mir aber, meinem Körper einmal eine kleine Pause zu geben und ich kann mir deshalb gut vorstellen, nächstes Jahr wieder eine Saftkur zu machen.

Alles Liebe

Eure Doris

 

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